Cenote Adventures - Stefan Ullrich
gerusa
Cenote Adventures


CENOTEN GESCHICHTE:
Das spanische Word «Cenote» kommt urspruenglich aus dem Mayan Wort «Dznot» und bedeutet «Heiliges Wasser». Die Mayan glauben das die Cenoten der Eingang zu ihrer Nebenwelt, der «Xibalba» sind und ihr Regengott «Chac» in ihr lebt! Es haben in der Vergangenheit an bestimmten Cenoten, ganz bekannt die Cenote bei der Pyramiden Anlage «Chichen Itza», Rituale und Opfergaben statt gefunden, um mit dem Gott «Chac» in Harmonie zu leben und um genuegend Regen und somit Wasser zu haben!
Sie wussten damals noch nicht das sie eigentlich auf einem der groessten Suesswasser Speicher der Welt sitzen und somit genuegend Wasser fuer immer haetten!
Denn die Yucatan Halbinsel ist im Grunde ein riesiger Schwamm der vollgesaugt ist mit klarsten Suesswasser.

Angefangen hat alles vor vielen Millionen Jahren, als die Yucatan Halbinsel noch ein Korallenriff war. Waehrend verschiedenen Eiszeiten ist der Wasserspiegel des Meeres um ca. 100 Meter abgesunken und somit kam das Korallenriff aus dem Wasser heraus und ist abgestorben. Es hat sich ein ca 2 Kilometer dickes Kalksteinplateau gebildet, welches nach der Eiszeit wieder geflutet wurde und wo sich dann im laufe der Jahre wieder ein Korallenriff gebildet hat! Dieser Prozess hat mehrmals stattgefunden und jedesmal waehrend einer Eiszeit, wenn das Kalksteinplateau aus dem Wasser war, hat sich atmosphaerischer Kohlendioxyd mit dem Regen zu einer Kohlensaeure verbunden und ist in den weichen Kalkstein eingedrungen und hat ihn aufgeloest. Wasser fliesst bekannter weise immer Richtung Meer und somit ist der Kalkstein auf dem Weg zum Meer aufgeloest worden und es sind im Laufe von Millionen von Jahren unterirdische Tunnel systeme von Inland Richtung Meer entstanden.
Es haben sich unterirdische Flussysteme gebildet.
Seit ungefair 44 Millionen Jahren ist die Yucatan Halbinsel nicht mehr geflutet worden und so geblieben, wie wir sie kennen. Der Aufloesungsprozess der Hoehlen ist aber voran gegangen und waehrend weiterer Eiszeiten, die letzte war vor ca, 18000 Jahren, ist der Wasserspiegel in den Hoehlen gestiegen oder gesunken. Somit waren fuer lange Zeitraeume viele Hoehlensysteme Trockenhoehlen, denn der Wasserspiegel war um ca. 10 meter niedriger als im Moment. Es haben sich in dieser Zeit Stalagtiten, Stalagmiten und sogar Saeulen gebildet, die durch den gleichen Aufloesungsprozess, der urspruenglich mal die Hoehlen geformt hat, entstanden sind.
Auf dem Weg zwischen Oberflaeche und Hoehlendecke hat der saure Regen den Kalkstein aufgeloest und diese Kohlensaeure hat das Mineral Kalciumkarbonat angenommen. Als der Wassertropfen dann an der Hoehlendecke fuer ca. 15 – 20 Minuten hing , bevor er herunter tropfte, hatt er das Mineral Kalciumkarbonat an die Hoehlendecke abgegeben und somit hat sich Tropfen fuer Tropfen ein Stalagtit gebildet. Der gleiche Tropfen hat, als er am Boden ankam, auch dort noch von dem Mineral Kalciumkarbonat abgegeben und es ist von unten her ein Stalagmit heran gewachsen. Irgendwann haben sich Stalagmit und Stalagtit zu Saeulen verbunden. Dieser Prozess ist sehr langwierig, wie man sich vorstellen kann, und haengt natuerlich von der Regenmenge und Poroesitaet des Kalksteins ab, aber man kann sagen das ein Stalagtit im Durchschnitt zwischen 1 – 10 Zentimeter in Hundert Jahren waechst!
Die Cenoten sind zum groessten Teil durch eingestuerzte Hoehlendecken entstanden (Cave colaps), denn waehrend der Phase, als der Wasserspiegel niedriger war und die Hoehlendecke sehr duenn, war das Gewicht des Dschungels zu gross und die Hoehlendecke hat nach gegeben. Es sind sogenannte «Sinkholes» (Cenoten) entstanden die sich dann mit Wasser gefuellt hatten und somit den Eingang der Hoehlen frei gegeben haben. Andere tiefe Cenoten sind sehr wahrscheinlich auf Meteroriten Einschlaege zurueck zufuehren, die bei dem Meteoriten Einschlag vor ca. 64 Millionen Jahren, noerdlich der Yucatan Halbinsel, im heutigen Golf von Mexico, herunter kamen!
Die Wucht der Meteoriten Aufschlaege haben dabei die Decken der Hohlen durch brochen und sind noch weit tiefer in den Kalkstein eingedrungen. Die Cenote bei «Chichen Itza» oder auch «The Pit», die tiefste Cenote an der Riviera Maya mit ueber 110 metern Tiefe, sind sehr wahrscheinlich durch Meteoriten Einschlaege entstanden.

Inzwischen haben sich viele Hoehlensysteme wieder mit klarstem Regenwasser gefuellt, welches auf dem ca. 3 - 4 taegigen Weg zwischen Oberflaeche und Hoehle extrem gefiltert wird, aber durch die Aufloesung des Kalksteins, sehr Kalciumkarbonat haltig ist und somit, obwohl sehr klar, keine Trinkwasser Qualitaet hat.
Es werden Sichtweiten von ueber Hundert Metern erreicht, was das tauchen zu einem unvergesslichen Erlebniss werden laesst.
Dadurch das wir, an der Riviera Maya, aber auch relativ nahe am Meer tauchen, drueckt der Meeresdruck, Salzwasser in die Hoehlen hinein, denn die Flussgeschwindigkeit in den Hoehlensystemen ist sehr gering, ca. 1.5 – 2.5 Kilometer in 24 Stunden und somit haben wir in vielen Hoehlen ab einer Tiefe von 10 Metern, Salzwasser!
Zwischen dem Salzwasser und dem Suesswasser bildet sich eine Schicht in der sich das Wasser vermischt, die sogenannte «Halocline», die nach oben, wie auch nach unten im unberuehrtem Zustand wie eine Oberflaeche im Wasser erscheint und bei entsprechendem anleuchten mit der Tauchlampe eine weisse Linie auf den Kalkstein zaubert! Es gibt sehr verwirrende Eindruecke, beim tauchen in der Halocline und ist mit Sicherheit ein unvergessliches Erlebniss.

Allgemein gesagt ist der Mix aus Stalagtiten, Stalagmiten und Saeulen, sowie die Lichteffekte die beim Sonneneinfall entstehen, die Sicht aus der Tiefe durch die Oberflaeche in den Dschungel, die Spiegeleffekte der Felsen im Flachwasser zur Oberflaeche und die «Halocline» in Verbindung mit ueber 100 metern Sicht, gerade fuer den verwoehnten, erfahrenen Taucher ein absolutes Erlebniss. Alle Cenoten sind unterschiedlich und haben ihren eigenen Charme und Schoenheit und sind mit Sicherheit Garant fuer ein breites Grinsen im Gesicht nach dem tauchen........
.....es macht einfach suechtig........

.....und darum bin ich hier.......


Die Cenoten nach Schwierigkeitsgrad:



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